Schuldnerberatung kostenlos

Hilfreiche Informationen zur Schuldnerberatung

 
 

Es kommt leider immer häufiger vor, dass Menschen in die Schuldenfalle tappen. Mal eben hier über das Internet oder den Katalog den neuen Fernseher bestellt oder das teure Auto, das man sich eigentlich gar nicht leisten kann, über eine Finanzierung gekauft. Das geht alles gut, solange man einen festen Job hat und die Zinsen für die Kredite, die man aufgenommen hat, bezahlen kann. Oft ist es jedoch so, dass sich Betroffene dem Problem nicht stellen und die Augen davor verschließen, weil sie sich denken: Das wird schon alles gut gehen.

Wenn die Probleme dann schon so weit gekommen sind, dass man gezwungen ist, sich im Freundeskreis Geld zu leihen oder die Pfändung persönlicher Gegenstände droht, dann ist es eindeutig an der Zeit sich helfen zu lassen. Viele Menschen haben hiermit jedoch ein Problem, da ihnen nicht wohl bei dem Gedanken ist, ihre persönlichen Vermögenswerte, Einkommen und Ausgaben offenzulegen oder sie sich nicht eingestehen wollen, dass sie ein Problem haben. Dies ist jedoch der erste Schritt, den man gehen muss um wieder auf den richtigen Pfad zu gelangen. Professionelle Hilfestellung ist hier unabdingbar.

Hilfe in der Schuldnerberatung

Das Wort Schuldnerberatung kennen viele wahrscheinlich nur aus dem Fernsehen und verbinden es automatisch mit dem Namen „Peter Zwegat“. Aber man muss nicht direkt bei RTL anrufen, um sich helfen zu lassen. Viele Städte und Gemeinden bieten eigene Schuldnerberatungen an, da es immer mehr Menschen mit Geldproblemen gibt, denen geholfen werden muss. Häufig werden in diesen Schuldnerberatungsstellen, die es seit ungefähr den 80er Jahren in Deutschland gibt, Sozialarbeiter oder Sozialhelfer eingesetzt, die sich eingehend mit der Thematik beschäftig haben und damit auskennen.

Analyse der eigenen Situation

Hat man nun die erste Hürde überwunden und den Weg in die Schuldnerberatung gewagt, so folgt nun die eigentliche Arbeit. Zusammen mit dem Schuldnerberater muss man sich erst einmal einen Überblick darüber verschaffen, wie groß der Schuldenberg, den man im Laufe der Zeit angehäuft hat, eigentlich ist. Häufig kommen dabei Dinge zum Vorschein, an die man gar nicht mehr gedacht hat und die Liste der einzelnen Gläubiger wird immer länger. Ist dieser erste Schritt gemacht, muss man eine Gegenüberstellung von monatlichen Einnahmen und Ausgaben machen. Viele vergessen, dass solche vermeintlichen Kleinigkeiten wie Rauchen oder das Bezahlfernsehen auf lange Sicht ein großes Loch in der Geldbörse hinterlassen. Auch das nicht genutzte Fitnessclub-Abonnement oder die abonnierte Fernsehzeitschrift sind immer wiederkehrende monatliche Kosten, die zu einer negativen Einnahmen-Ausgaben-Bilanz führen können. Ist es der Fall, dass die monatlichen Ausgaben die Einnahmen übersteigen, dann muss dringend gegengesteuert und die Ausgaben reduziert werden. Dies ist meist einfacher gesagt als getan.

Möglich ist natürlich auch, die Bilanz zu verbessern, indem man einen Nebenjob annimmt, wie z.B. Zeitungen austragen, der die Einnahmenseite verbessern würde. Denn solange die Bilanz negativ ist, können selbstverständlich auch keine Schulden abgebaut werden und man befindet sich in einem Teufelskreis. Meist wird die Bilanz auch schon von Zinszahlungen für bestehende Kredite geprägt, was sich enorm auf der Ausgabenseite niederschlägt. Hier gibt die Schuldnerberatung Hilfestellung, wie man seine persönlichen Verhältnisse wieder in den Griff bekommt.

Gespräch mit Gläubigern suchen

Sollten natürlich alle Versuche scheitern, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und der Schuldenberg ist so erdrückend, dass man ihn auch mit reduzierten Ausgaben nicht abtragen kann, muss man das Gespräch mit den Gläubigern suchen. Hier steht die Schuldnerberatung mit Rat und Tat zur Seite und meist wird der Schuldnerberater einen auch bei dem entscheidenden Gespräch unterstützen. Wichtig ist es, in diesem Gespräch dem Gläubiger klarzumachen, dass es sinnvoll wäre, eine geeignete, geringe Ratenzahlung zu akzeptieren, oder die Schulden gegebenenfalls zu reduzieren, da ansonsten mit einer Erstattung dieser im kompletten Umfang nicht zu rechnen ist.

Privatinsolvenz

Die Alternative bliebe, wenn alle Stricke reißen, dann nur noch der Weg in die Privatinsolvenz. Dies hätte für den Schuldner den Vorteil, dass er spätestens nach 7 Jahren wieder komplett schuldenfrei wäre. Die Gläubiger hingegen hätten jedoch das Problem, dass sie auf ihren Schulden sitzen bleiben könnten. Daher ist es wichtig, diesen in einem persönlichen Gespräch klarzumachen, dass ein Entgegenkommen notwendig ist, da die Alternative vielleicht zu einer Nichtbedienung der Gläubiger führen könnte.

Alles in allem ist die Schuldnerberatung absolut der richtige Weg für Menschen, die das Gefühl haben, mit ihren Geldproblemen nicht mehr alleine klarzukommen. Aber auch wenn man noch nicht in der Schuldenfalle sitzt, aber das Gefühl hat mit dem eigenen Geld kaum auszukommen, ist der Weg zur Schuldnerberatung eine gute Wahl. Die Mitarbeiter sind entsprechend geschult und haben wichtige Tipps für einen parat, die einem den richtigen Weg weisen können.

Hat man den Weg aus den Schulden gefunden, ist es wichtig diesen auch beizubehalten. Ansonsten droht ein Teufelskreis und man sitzt ein Jahr später schon wieder beim Schuldnerberater und kann seine Probleme schildern. Daher sollte man es nie so weit kommen lassen und rechtzeitig dem Ganzen entgegensteuern und vielleicht einfach auch mal so weit gehen, dass man nur das Geld ausgibt, das man auch zur Verfügung hat und nicht auf Kredit kauft.